Circus Flic Flac 2010 © Michael Himber

 

ARTgerecht 2010 Im Modern Art Of Circus Flic Flac

 

Als Sänger und Schauspieler begeisterte Frank Fabry in den Shows Underground & ARTgerecht das Publikum im Circus Flic Flac.

Frank Fabry führte das Publikum mit seinem Schauspiel & Gesang durch diese zwei atemlose Shows in der menschliche Artistik,

Rockmusik sowie die Geschichte des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse untrennbar verwoben waren.

Der Choreograph Brunno Darmagnac schrieb diese erfolgreiche Show ARTgerecht speziell auf Frank Fabry zu.

 

 

 

                                                                              Circus Flic Flac 2010 © Tom Lemke      

 

 

PRESSE

 

"Ein Bösewicht umgibt sich mit sexy Frauen"

 

Deutschlandpremiere auf der Talavera - Das Böse kann sehr sexy sein – das hat der Zirkus Flic Flac bei seiner Deutschlandpremiere in Würzburg bewiesen. Die deutsche Artistin Larissa Kastein vollführte akrobatische Kunststücke an der Stange, „Pole Acrobaticts“ nennt sich das. Und auch der Bösewicht, verkörpert von Frank Fabry, umgab sich nur mit jungen, leicht und schwarz bekleideten Frauen.

Ja, bei einem Besuch der neuen Show wird man schnell feststellen: Flic Flac ist anders und gleicht keinem traditionellen Zirkus. Wer sehen will, wie kleine Hunde auf Pferden reiten, oder wie ein Tiger durch den Feuerring springt, der wird enttäuscht sein: Das komplette Programm kommt ganz ohne Tiernummern aus.

 Dafür überzeugten Hochseil- und Trapezartisten, ein Feuerspuker, Clown oder Jongleur das Würzburger Publikum von der ersten bis zur letzten Einlage. 

Und Flic Flac bietet auch Zirkuserprobten Besuchern immer wieder etwas Neues: da gibt es junge Männer, die auf Lkw-Schläuchen springen, einen Schweizer, der Bälle aus dem Mund spuckt, die sein Schlagzeug zum Klingen bringen oder Motorradfahrer, die derart schnell durch eine große Stahlkugel brettern, dass das Auge kaum folgen kann.



An jeder Haltestelle oder jedem Zaun steht es derzeit plakatiert: Flic Flac – „Underground“. So heißt nämlich das neue Programm. Und zwischen all den schnellen, atemraubenden und dynamischen Einlagen, kann der Zuschauer einer Geschichte folgen. 

Es ist wie im echten Leben – das Gute kämpft gegen das Böse, die weiß gekleideten Artisten gegen die schwarz gekleideten. Der Sänger und Erzähler Fabry tritt mit seiner tiefen und kratzigen Stimme auf. Das Pendant stellt die Ukrainerin Alexandra Gerbey dar. Sie verwandelt das Zirkuszelt für kurze Zeit in ein Opernhaus. Wer am Ende die Oberhand gewinnt, muss allerdings jeder selbst rausfinden.



Alle zwei Jahre stellt der Zirkus ein neues Programm auf die Beine. Die Würzburger Studentin Linda Kehlmann stellte am Premierenabend fest: „Ich war schon vor vielen Jahren in Flic Flac, aber ‘Underworld’ sieht wieder ganz anders aus.“

Und genau dieses Programm wurde in nur einer Woche einstudiert. „Wir suchen schon ein Jahr im voraus die Artisten aus, schreiben das Programm und komponieren Lieder“, erzählt Zirkussprecherin Iris Vollmann.

Rund 120 Menschen, einschließlich der Hilfskräfte, arbeiten für Flic Flac. Und diese Teamkonstellation hat nur rund sieben Tage, um die neue Show unter Hochdruck zu proben. Allzu verständlich, dass viele Artisten tagelang nicht geschlafen haben.    

Umso mehr fiel den Beteiligten ein Stein vom Herzen, als die Deutschlandpremiere gut verlief. „Wir freuten uns sehr über das Lob und Feedback der Würzburger“, so Vollmann. Ein bisschen gefeiert wurde dann auch noch. Aber nicht zu lange: der Schlaf holte die meisten Artisten schnell ein.

MAIN POST - 28.01.2010

von Katharina Mann

28 Januar 2010 / flic flac presse

 

 

"Tolle Premiere im Zirkuszelt"

 

Am Donnerstagabend feierte der Zirkus Flic Flac an der Castroper Straße die Premiere des neuen Programms “Underground”. Dabei brachten nicht nur die Darbietungen der Artisten manchen Zuschauer um den Atem.

Zauberei, beste Unterhaltung und akrobatische Spitzenleistungen an der Castroper Straße – VfL-Fans mögen verzeihen, aber ihr Verein war dafür zuletzt nicht eben berühmt. Und so war es auch gestern nicht die Herrlich-Truppe, die mit einer gelungenen Darbietung viele Zuschauer gut gelaunt nach Hause entließ, sondern der Zirkus Flic Flac, der auf dem Kirmesplatz mit seinem neuen Programm „Underground” Premiere feierte.

Die Artisten von Flic Flac leben in Wohnwagen und treten in einem großen Zelt auf, doch damit sind die Parallelen zum klassischen Wanderzirkus auch schon erschöpft. Tier-Nummern gibt es nicht, das Zelt duftet nicht nach Sägespänen und den tollpatschigen Clown mit roter Nase und karierter Hose sucht man auch vergebens. Flic Flac ist einfach etwas „erwachsener”.

Das zeigt sich bereits in der Rahmenhandlung von „Underground”. Zwar wirkt die Geschichte außerirdischer Mitglieder eines „Kollektivs”, die auf der Erde ihre Individualität entdecken etwas obskur und wird im Programm auch nicht stringent durchgehalten, doch erzeugt Erzähler Frank Fabry mit knarrender Rammstein-Stimme bereits eine wohlig-düstere Grundstimmung.

Eine Vorlage, die die Darsteller dankbar aufnehmen. Begleitet von spektakulären Licht-Effekten und imposanten Klängen satteln sie zu einem rasanten Parforceritt durch die volle Bandbreite der Artistik. Ob nun die beiden Kraftmeier Miroslav Toskov und Nicolay Dobrovolov an ihren Strapatenseilen die Gesetze von Physik und Schwerkraft ad absurdum führen, oder acht Motoradbiker im Globe of Speed die der Straßenverkehrsordnung – die Zuschauer sitzen erstaunt da und halten die Luft an. Das gilt erst recht für die waghalsigen Todesrad-Sprünge von Tito Vanegas und William Patino oder die mehrfachen Salti der „Flying Baetas” am Flugtrapez.

Atemnot entsteht im Zirkusrund aber nicht nur durch permanenten Nervenkitzel. Die Macher von Flic Flac verstehen es meisterlich, durch Kostüme, Requisiten, Licht und einfallsreiche Artistik, eindringliche Bilder am Fließband zu produzieren. Larissa Kasteins Schlangentanz an einer Stange, die Handstand-Kür ihrer Schwester Tatjana auf einem Spiegel-Tablett – beide wären nicht nur ernsthafte Medaillen-Kandidatinnen bei jeder Turn-Meisterschaft, mit ihren Nummern versprühen sie auch eine reichliche Prise erotischen Prickelns im Publikum.

Dass am Ende der Vorstellung aber das Publikum vor lauter Luftanhalten nicht blau anläuft, dafür sorgen eingestreute Comedy-Elemente. Eddy Carellos Jonglage mit Musikinstrumenten, die Kung-Fu-Parodie von Jochen Pfeiffer und Florian Müller-Reißmann und vor allem die Zaubereien des Blödel-Schotten Steve Eleky („Spaaaß”) sind für eine ganze Reihe herzhafter Lacher gut.

14 Tage wird Flic Flac nun an der Castroper Straße den Kickern vom VfL Bochum Konkurrenz im Kampf um die Publikumsgunst machen, zumindest heute Abend sogar im direkten Duell. Denn ab 20.30 Uhr rollt im Ruhrstadion der Ball. Aber vielleicht strömt ja ein wenig Esprit vom Zirkuszelt ins nahe Stadium herüber und beschwingt die Bochumer-Ballartisten zu manchem Kunststückchen gegen den Karnevalsverein aus Köln.

Der Westen - 27.11.2009


von Christian Schmücker

27 November 2009 / flic flac presse

 

 

"Flic Flac umjubelt"

 

Außerirdische Zirkusshow - atemberaubend

Recklinghausen. So überirdisch schön kann die Unterwelt sein! Der Zirkus Flic Flac feierte mit seiner furiosen Show Underground im Chapiteau an der Vestlandhalle eine heftig umjubelte Premiere.

„Das ist so doof”, kichert der Jongleur über seinen eigenen Trick und verspricht: „Es wird noch dööfer.“ Stimmt! Und dennoch oder gerade deshalb lacht das Publikum Tränen über den herrlich verrückten Ausnahmeclown Steve Eleky, der als alberner Schotte in der Manege des Zirkus Flic Flac den platten Kalauer zur perfekten Kunstform erhebt. Im Mittelpunkt der zweieinhalbstündigen Show „Underground“ aber steht nicht Clownerie, sondern spektakuläre Artistik.

Die ließ den über 1300 Menschen im ausverkauften Vier-Mast-Chapiteau an der Vestlandhalle immer wieder den Atem stocken. Jubel und stehende Ovationen am Ende der überirdisch rasanten Premiere am Freitagabend im schwarz-gelb-gestreiften Zelt. Ein Ausflug in eine wahrlich himmlische „Unterwelt”.

Bei „Flic Flac” müssen die Menschen seit zwei Jahrzehnten alles selbst machen, Tiernummern sind tabu. Statt animalischer Kunststückchen serviert diese Truppe halsbrecherische Artistik und poetisch-schöne Akrobatik, rockige Musik mit Heavy-Metal-Livegesang, das alles atemlos Schlag auf Schlag, eingebettet in eine düster-bizarre Rahmenhandlung. Scheinbar über den Zuschauern schwebend führt Erzähler und Sänger Frank Fabry als monströser Frankenstein in die Unterwelt ein, stellt ihre Gestalten vor, die aus fernen Galaxien im Zirkus-Universum gelandet zu sein scheinen.

Dunkelheit, die zieht sich wie ein roter Faden durch die furiose Show. So lassen die finsteren Gestalten von „Los Diablos del Fuego” in schwarzen Mänteln und mit schwarzer Schminke ihre Bola-Kugel zu schnellen Trommelwirbeln über den Boden rattern. Im fahlen Licht schwebt Roman Konanchuk an einer Kette unter der Kuppel und manchmal schwerelos im Raum.

Körperskulpturen malen Miroslav Toskov und Nicolay Dobrovolov am Seil in den Raum. Gesetze der Schwerkraft? Offenbar ausgehebelt.

Für die Witz-Würze sorgte neben dem Clown mit dem Schottenrock (klarer Publikumsliebling)noch Mario Sandoval Navarro als Braut und Bräutigam in einer Person.

Neben den vielen Highlights seien noch die zwei „Flic Flac”-Klassiker genannt, atemberaubend wie eh und je. Wenn Tito Vanegas und William Patino auf dem gigantischen Todesrad toben und springen, sind die Nerven der Zuschauer bis aufs äußerste angespannt. So mancher traut seinen Augen nicht, wenn Tito sogar mit verbunden Augen seine Salti schlägt.

Noch mehr auf Tempo bringen am Ende acht Motorradrocker im „Globe of Speed” den Puls des Publikums. In einer stählernen Kugel rasen die Jungs aus Kolumbien so unglaublich schnell durch das Rund, dass das Auge ihnen kaum mehr folgen kann. Präzisionsarbeit auf den Millimeter. Man riecht den Sprit, hört die Motoren jaulen, ahnt den Schweiß und ist froh, wenn alle das Runde wieder heil verlassen.

Eine Reise durch diese Unterwelt ist keine Spazierfahrt, sondern Formel 1. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Jubel, als am Ende ein Konfetti-Regen aufs Publikum niederprasselt. Das Chapiteau übrigens ist gut geheizt und serviert im Vorzelt neben Popcorn, Piccolo, Pils und Pizza in plüschigem Zirkus-Ambiente jede Menge „Flic-Flac”-Souvenirs.

Der Westen - 16.11.2009


von Elisabeth Höving

16 November 2009 / flic flac presse

 

 

 

 

 

"Flic Flac ist Rock 'n' Roll"


Laute Gitarren, Nervenkitzel pur, erleichtertes Lachen und am Ende stehende Ovationen – nach drei Jahren gibt der Circus Flic Flac wieder ein Gastspiel in Mannheim und feierte am Donnerstagabend eine tolle Premiere mit seinem neuen Programm namens „Underground“.

Da werden gestandene Männer wieder zu kleinen Buben, wenn sie staunend die Partnerakrobatikfiguren der kraftvollen Bulgaren Miroslav Toskov und Nicolay Dobrovolov bewundern. Da werden erwachsene Frauen wieder zu kreischenden Teenagern, wenn Tito Vanegas und William Patino in 14 Metern Höhe mit verbundenen Augen über das Todesrad spazieren. Und alle gemeinsam werden bei den urkomisch selbstironischen Kunststückchen von Steve Eleky, der nicht nur „nicht jonglieren“ kann, sondern auch ansonsten für jede Menge Heiterkeit sorgt, zu einem begeisterten Publikum. Wenn überhaupt möglich, dann ist das neue Flic Flac-Programm noch dichter und schneller als seine beiden Vorgänger.

Von dem Moment an, als der Erzähler und Sänger Frank Fabry Artisten und Zuschauer begrüßt, bis zum großen Finale vergeht die Zeit wie im Fluge. Kaum einmal kommen die Zuschauer zu Atem.

Konsequent setzt Regisseur Bruno Darmangnac das mittlerweile 20 Jahre alte Konzept der Zirkusmacher um Benno Kastein um. Es hat so gar nichts mit den herkömmlichen roten Kostümchen, stattlichen Zirkusdirektoren und Clowns am Hut. Bei Flic Flac wird die Zirkuswelt auf das Wesentliche reduziert, zeitgemäß beschleunigt und mit jeder Menge spektakulären Nummern aufgefrischt. Die Zuschauer fallen von einem Begeisterungssturm in den nächsten: zwischen Roman Konanchuk an der Vertikalkette, Larissa Kastein an der Akrobatikstange und Schwester Tatjana, die die „Kunst des Gleichgewichthaltens auf und mit Gegenständen“, kurz Äquilibristik, beherrscht und scheinbar nicht nur der Schwerkraft, sondern auch der Anatomie trotzt. Das Markenzeichen des Circus Flic Flac ist aber die Motorradkugel „Globe of Speed”, in welcher sich mittlerweile gleichzeitig acht Fahrer drängen.

Auch Jonglagen bekommen neuen Pfiff, so bei den Berlinern Jochen feiffer und Florian Müller-Reißmann, die ihre Keulennummer mit einer Kung Fu-Parodie verzieren. Sie wurden ebenso erst seit Mannheim in das Programm aufgenommen, wie die Rollschuhakrobatik von Roma Hervida und Sven Rauhe.

Artistik, Akrobatik, Komik – Flic Flac hat alles, was einen Zirkus aus macht. Nur auf Tierdressuren verzichtet er bewusst. Und weil es sogar „ein bisschen Erotik“ gibt – unter anderem, wenn Komiker Steve Eleky kurz den Schottenrock lüftet und darunter die weiten Boxershorts mit Herzchen zum Vorschein kommen – ist Flic Flac nicht einfach nur ein Zirkus. Flic Flac ist Rock ‘n‘ Roll.
 

Rheinpfalz - 24.10.2009


von Volker Endres

24 Oktober 2009 / flic flac presse

 

" Superhelden der Manege"

 

Unheimliche Begegnung der Dritten Art: Der Circus „Flic Flac“ lässt auf dem Messplatz seine Mutanten aus fernen Galaxien los, die im Untergrund ihre individuellen Fähigkeiten entdecken und präsentieren.

Nach zweieinhalb Stunden circensischer Space-Opera und artistischen Höchstleistungen hält es keinen der rund 1500 Premiere-Besucher mehr auf seinen Plätzen: Es gibt stehende Ovationen für diese Superhelden der Manege, die bei „Flic Flac“ nicht „Superman“, „Batman“ oder „Spiderman“ heißen, sondern „Flying Baetas“, „Xelo“ oder „Los Diabolos del Fuego“.

Immer neue Abenteuer: Inszeniert mit spektakulärer Bühnentechnik, vielen Effekten, rockigen Sounds und tollkühner Akrobatik erinnert die Hintergrundgeschichte der Show an ein Weltraum-Comic: Wie Besucher aus weit entfernten Galaxien landen seelenlose Akteure eines Kollektivs in unserer Hemisphäre. Auf der Drehbühne wirken sie wie Roboter, und man erwartet, dass gleich der Terminator um die Ecke kommt. Aber es ist Frank Fabry als düsterer Erzähler, der für „Flic Flac“ auch in bester Heavy-Metal-Manier à la „Rammstein“ dröhnt.

In dem theaterhaft inszenierten Programm scheinen die Dimensionen von Raum und Zeit gesprengt: die „Unterwelt“ stellt die Artisten vor immer neue Abenteuer. Menschen wirbeln durch die Luft, der Puls rast schneller. Die verwegenen Manöver unter der Zirkuskuppel lassen manchem Zuschauer den Atem stocken. Die geheimnisvolle Welt voll schneller Beats wird durch schräge Comedy aufgelockert, so dass mit den traditionellen Zirkus-Werten von Staunen und Lachen der Kreis von der futuristischen Weltraum-Welt in die liebenswerte gute, alte Zeit auf der nostalgischen Erde wieder geschlossen wird.

Temporeiche Artisten: Das Programm präsentiert Einzelkämpfer wie den temporeichen Diabolo-Artisten „Xelo“, einen Meister der Schwerelosigkeit, oder Teamwork wie die Reck-Darbietung von fünf Mitgliedern der kirgisischen Nationalmannschaft im Turnen.

Ob am Flugtrapez brasilianische Artisten Salti schlagen, schottisch sparsame Comedy von Steve Eleky vorgeführt wird oder der Schweizer Eddy Carello seine Gitarre auf den Devilsticks rotieren lässt – aus dem Untergrund werden internationale Spitzenleistungen in den Vordergrund gerückt. Dazu gehört auch der spektakuläre Einrad-Fuhrpark des Malte Knapp, der auf allem fährt, was ein Rad hat – und das Publikum fährt darauf ab.

Nervenkitzel am Todesrad in 14 Metern Höhe, Motorradrocker in der Stahlkugel, Tanzcomedy von Mario Sandoval Navarro, die argentinischen Bola-Künstler „Los Diablos“ oder Tatjana Kastein, das Mädchen, das auf seinen Händen balanciert und keine Knochen zu besitzen scheint: Sie alle sind die Untergrund-Gestalten, die „Flic Flac“ ins Rampenlicht rückt, ihnen dort schärfere Konturen verleiht und in die Jetzt-Zeit teleportiert.

Pforzheimer Zeitung - 14.09.2009

AutorIn unbekannt - Sind Sie es? Bitte melden!

14 September 2009 / flic flac presse

 

 

"So schön war Zirkus noch nie"

 

Frankie goes to Hollywood? Nein, aber dieser Frank Fabry könnte als Frankenstein in jedem Horrorfilm mitspielen. Der skurrile Showsänger im Circus Flic Flac – der schrillste Star im „Underground“.

Seit dem Wochenende ist diese schräge Manegenshow das Thema vor allem bei jungen Leuten in Köln. Hier im rabenschwarzen Zeltinneren (20 m hoch) wollen sie alle „andocken“:

Bei den Mädels in knappen Klamotten und ihrer atemberaubenden Körperakrobatik.
Bei den muskulösen Kerlen in Jeans und ihren tollkühnen Saltos auf allen Ebenen.

An einer Stahlkette, an Recks, auf Trampolinen, Todesrad und am Fliegenden Trapez. Bis zum Finale mit acht Motocrossbikes in der Stahlkugel (Durchmesser: nur 5,80 Meter). Das ganze zu Heavy-Metal-Sound, aber auch leiseren Tönen. Showsänger Frank Fabry: „Man muss den Weg in die Fremde auf sich nehmen, um zuhause anzukommen!“

Witzige Publikumslieblinge mittendrin: Comedy-Magier Steve Eleky („Der Trick hat bei mir noch nie geklappt“) und Eddy Carrello, der sein Schlagzeug mit aus dem Mund geschossenen und aufgefangenen Tischtennisbällen bearbeitet.

Flic Flac - das ist atemberaubendes Tempo, pochender Rhythmus, prickelnde Erotik und internationale Top-Artistik.

Bild (Köln) - 03.08.2009

von Michael Bischoff 

03 August 2009 / flic flac presse



"Neue Show hinterlässt Staunen"


Die Premiere der neuen „Flic Flac“- Show „Underground“ hat herunter geklappte Kinnladen hinterlassen: Wundersame Körperbeherrschung, kombiniert mit Weltuntergangsromantik.

 „Ihr müsst euch aus der Trägheit des Körpers befreien“, singt Frank Fabry mit rammsteinartiger Ästhetik im Eröffnungssong. Und kann damit nur das Publikum meinen: Bei den Artisten von „Flic Flac“ kommt das Gefühl auf, dass hier in den unterschiedlichsten Disziplinen auf wundersame Weise jegliche physikalischen und anatomischen Gesetze außer Kraft gesetzt werden.

Wie bei dem so genannten Globe of speed: Knapp sechs Meter Durchmesser hat der Käfig in Kugelform, der als letzte Nummer in das Zirkuszelt hereingerollt wird. Insgesamt werden sich acht Motorräder gleichzeitig in der Kugel mit High-Speed bewegen. Das Adrenalin beim Zuschauer steigt, die Luft vermengt sich immer dichter mit den Abgasen der Zweiräder - und Fabry singt, auf wahnsinnig getrimmt, „der Platz reicht mir nicht aus / zu viele Menschentierchen in diesem engen Haus“.

Die neue „Flic Flac“-Show „Underground“ funktioniert nach einer ganz eigenen Ästhetik: Mit düsterer Weltuntergangsromantik, vermischt mit Industrial- und Gitarrenklängen, und immer wieder Rammstein-Referenzen. Tito Vanegas und William Patona wagen waghalsige Sprünge auf dem „Todesrad“ - 14 Meter lang, befinden sich am Ende des Gestänges zwei Menschen hohe Hamsterräder, durch die das Rad angetrieben wird. Und die beiden Artisten laufen mit dem Rad, hüpfen mit verbundenen Augen und schlagen Saltos. Manchmal muss beim Beobachten dessen der Kinnlade in wenig nachgeholfen werden, damit sie sich wieder am passenden Ort befindet. Auf einem Trampolin stehen drei Männer aufeinander, lassen sich nach hinten fallen, schnellen wieder zurück und sind, zack, wie festgeklebt wieder in Position. Die Argentinier „Los Diablos del Fuego“ - in schwarzen langen Mänteln, noch längeren Mähnen und bleich geschminkten Gesicht, schwenken mit lautem Rhythmus so genannte Bola-Kugel - lange Metallschnüre, an deren Ende eine Kugel befestigt ist. Und Tatjana Kastein verbiegt sich mit einer Leichtigkeit auf einer schrägen Glasplatte, als sei ihre Wirbelsäule aus Gummi.

Es ist so doof - und es wird noch dööfer!“ Steve Eleky, ein Ungar im Schottenrock, schafft es, mit einer scheinbar lapidaren Zaubershow und Comedy-Einlage das gesamte Publikum zum Lachen zu bringen. Ganz unter dem selbstironischen und zündenden Motto: Unterbiete dich selbst an Flachheit. Nach etwa zwei Stunden wird der Zuschauer wieder aus einer Nebenrealität entlassen, die jegliches Empfinden von (Un-)Möglichkeiten der Körperbeherrschung erstmal durcheinander gewirbelt hat.



Kölner Stadt-Anzeiger - 03.08.2009

von Kathrin Gemein 

03 August 2009 / flic flac presse




Zuckende Scheinwerfer. Knisternde Spannung“

 

Das Saarland feiert die Premiere zur aktuellen Show des Zirkus Flic Flac.

Neuer Standplatz (dieses mal Saarterrassen statt Tbilisser Platz), trotzdem Riesen-Andrang: Das gewaltige Zelt (1300 Besucher) fast vollbesetzt. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht.

”Underground” heißt das neue Programm des Action-Zirkus: Wie aus dem Weltall auf die Erde gebeamt, entdecken Artisten im “Underground” ihre außergewöhnlichen Gaben, werden zu Helden der Manege.

27 Juny 2009 / flic flac presse


"Entführung in eine düstere Welt"



Der Zirkus ist in der Stadt. Doch Clowns mit roten Pappnasen, Walzermusik, einen Direktor, der im Frack Ansagen macht, bunte Farben und Tiere - all das wird man beim Circus Flic Flac vergeblich suchen. 

Denn Flic Flac macht mit der Mischung aus anspruchsvoller Akrobatik, absoluter Präzision und fantasievollen Comedyeinlagen aus dem Zirkus, wie man ihn aus Kindertagen kennt, eine Mischung aus Varieté, Theater und atemberaubendem Hochleistungssport. Hier muss niemand das innere Kind bemühen, um das Zelt mit glänzenden Augen wieder zu verlassen. Ganz im Gegenteil: Niedlich war gestern. Die neue Show „Underground” entführt den Zuschauer zweieinhalb Stunden in eine atmosphärische und düstere Welt.

Das wohl größte Kunststück des Abends gelang Steve Eleky, der mit Leichtigkeit den Flachwitz zur Kunstform erhob und nebenbei das Geheimnis lüftete, was der Schotte unterm Rock trägt. Eleky, der in eine Familie von Artisten hineingeboren wurde, veralbert in seinem Auftritt die Zunft der Artisten, Magier und Zirkusclowns mit so viel Selbstironie und ansteckendem Lachen, dass am Ende ein geseufztes „Spaß …“ genügte, um das Publikum zu begeistern. Ein weiterer Höhepunkt war die Tanzcomedy von Mario Sandoval Navarro. Halb Mann, halb Frau, erzählt er tanzend frivol und humorvoll die Geschichte eines Brautpaares, ohne nur ein einziges Wort zu verlieren.

Neben diesen zwei Farbklecksen ist die Show jedoch düster gehalten. Die dunklen Gestalten von Los Diablos del Fuego lassen in langen schwarzen Ledermänteln, schwarzer Mähne und Totenkopfschminke ihre Bola-Kugeln furios über den Boden knattern. Die Bulgaren Miroslav Toskov und Nicolay Dobrovolv hebeln im fahlen Licht mit übermenschlicher Körperbeherrschung die Gesetze der Schwerkraft beim Strapaten(Seil-)akt aus. Larissa Kastein, Tochter der Zirkusgründer, räkelt sich waghalsig und verrucht an einer Stange. Im „Todesrad” springen, rennen und wirbeln Tito Vanegas und William Patino in 14 Metern Höhe durch die Luft.

Musikalisch wurde die Vorstellung vom Sänger Frank Fabry in bester Heavy-Metal-Manier unterstrichen. Fabry, der in der Vergangenheit klassische Chansons der 30er und 40er Jahre neu interpretierte, schaltete für „Underground” gesanglich in den „Rammstein“-Modus. Dabei war er stets mehr als Hintergrundmusik; er zeichnete mit seiner Stimme den Spannungsbogen der Show effektvoll nach. Begann er als - zugegeben sehr unheimlicher - Geschichtenerzähler, so mimte er zum Finale mit vollem Körpereinsatz den Wahnsinnigen.

Natürlich durfte auch der Publikumsliebling nicht fehlen: Acht Motorräder rasen auf engstem Raum in einer Stahlkugel umher. Frank Fabry singt dazu „Der Platz reicht mir nicht aus / Zu viele Menschentierchen in diesem engen Haus / Das kann doch wohl nicht sein / Da wollen noch mehr in diese Welt hinein …“

Bonner Rundschau - 05.05.2009  

von Lisa Spieker

05 May 2009 / flic flac presse